Jubiläums-Stiftungsfest 2025

Welcher Verein kann von sich behaupten, dass er fast zwei Jahrhunderte in der Geschichte der Stadt München eine Rolle spielte und – trotz aller geschichtlichen und politischen Wirren – noch immer spielt? 185 Jahre BSZ, die mit viel Enthusiasmus ihre gesellschaftliche Aufgabe in der Münchner Kulturszene wahrnimmt – ein gebührender Grund zu feiern.

Zwischen den beiden Konzerten im Münchner Künstlerhaus und in Baldham wurde der Termin auf den 15. November festgelegt. Aufgrund vieler krankheitsbedingter Absenzen gab es leider nur ein eingeschränktes Programm.

Nach dem Einzug des Vorstandes zu Fanfarenklängen in den schön dekorierten Saal und der Begrüßung der Meisterin vom Stuhl Elisabeth Genth wurden die Grußworte von Ministerpräsident Söder und Oberbürgermeister Reiter zum Jubiläum vorgelesen. Anschließend erfolgte der Jahresrückblick auf zwei Konzerte und dem besonderen Auftritt zum 100. Geburtstag des Deutschen Museums mit unserem neuen Dirigenten Gerhard Jacobs.

Leider gab es 2025 keine Einzünftelungen. Wie in der Wirtschaft besteht auch bei der BSZ ein Mangel an Azubis. Wir konnten jedoch vier Mitglieder freisprechen und mit dem Gesellenbrief für bestandene Lehrzeit gratulieren.

Zwei Mitglieder wurden für 12jährige tätige Mitgliedschaft geehrt und acht Zünftler erhielten eine Urkunde für 25 Jahre Treue zur BSZ.

Nach weiteren Beiträgen und dem traditionellen Gesang der „Bayernhymne“ begann der sog „Freier Sängertag“ mit illustren Beiträgen:

  • Die Streichergruppe um Helga Doering gab ein Potpourrie zum Besten.
  • Reinhold Dax begleitete den Chor mit seinem Akkordeon zum „München Lied“, Komposition eines ehemaligen Zünftlers.
  • Webmeister Casimir Katz sang drei lustige Lieder von Laci Boldemann: „Spaßvogel, Uhu und Kautz“ sowie „Die vertauschten Hähne“ und „Ein Frosch ist keine Nachtigall“ mit Texten von James Krüss.

Die musikalischen Beiträge wurden garniert mit

  • Helga Doerings Rückblick: „Zunft, die alte Dame“
  • Jantine Boskers „Sängermahnung“ aus dem Jahr 1950, die auch heute noch gilt
  • Sylvi Hubers „Traum vom Zunftgeist“ der eine zauberhafte Zukunft der Zunft beschreibt – nach einem Beitrag unseres verstorbenen Mitglieds Wolfgang Perchermeier

Dank an den Zunftgeist, der den Zusammenhalt des Vereins wieder belebte. Trotz der Hindernisse wurde ein schönes Stiftungsfest zelebriert. Auch wenn all seine Zukunftsträume nicht eintreffen sollten, hat sich gezeigt, dass wir uns nicht unterkriegen lassen.

 Bürger-Sänger-Zunft e. V.